Meine Welt sind die Be-her-ge!

Gibt es etwas erhabeneres, befriedigendes, beruhigenderes und erfüllenderes als die Berge? Für mich nicht. Sobald mein Wanderschuh den Boden berührt und nach oben geht, bin ich glücklich. Mein Atem wird tiefer, der Geist ruhiger und der Blick offen – auf den Gipfel gerichtet.

Ich kann Flachländer gut verstehen, wenn sie in den Bergen ein Gefühl des eingeschlossen und beengt Seins überkommt. Für mich ist es genau das Gegenteil. Je höher ich komme, desto freier werde ich. Dem Lärm der Stadt entkommen. Den Smog und die niederen Gefühle verlassen und immer höher dem Himmel entgegen. Bis ich – ganz oben angekommen – frei bin. Von einem Gifpfel zum nächsten blickend, fern im Hintergrund den Nebel von München sehend und die Sonne auf dem Gesicht spürend. Es gibt nichts schöneres. Wenn ich mich im Gegensatz zu den Bergriesen klein und unwichtig fühle, dann wird mein Gedanken-Karussell auf das reduziert was es oftmals ist. Nichtig und klein.

 

Der ideale Start von München geht über das Dinzler Kaffee am Irschenberg. Früh morgens wenn es dort noch ruhig und friedlich ist. Nicht am Nachmittag, wenn der Lärm der vielen Menschen besonders im ersten Stock mich ganz kirre macht. Morgens, den Tag mit dem Duft und dem Genuss des kolumbianischen Kaffees starten macht besonders Spaß. Auch Peru oder Guatemala haben guten Kaffee zu bieten, aber Kolumbien schmeckt am besten! Dazu eine frische, knusprige, knackige bayrische Breze und die netten Bedienungen hinter der Bar. Das macht meinen Magen und mein Gemüt froh. Nach dem kleinen Frühstücksstopp geht es dann weiter in die Berge. Manchmal ist das Dintzler sogar ein kleiner Umweg, wenn es beispielsweise zum Tegernsee gehen soll. Aber eben nur ein kleiner und absolut wert.

Wenn viele Hütten im November schon geschlossen haben, ist es auch in den Bergen rund um München ruhiger. Dann kann man durchaus sogar auf die Neureuth gehen. Nicht wie im Gänsemarsch einer hinter dem anderen, sondern eben etwas ungestörter.  Auch wenn wir Münchner immer glauben, am Wochenende alleine sein zu wollen und der Stadt zu entfliehen – wir treffen uns doch alle wieder auf der Autobahn und den Bundesstraßen oder der Bob. Schön ist trotz all der Fülle, dass auch junge Leute die Berge wieder entdeckt haben. Die Natur zählt eben doch! Und wenn man sie mit hübschen Wanderklamotten in fröhlichen Farben jungen und alten Menschen, die meist gut gelaunt sind, beflecken kann ist das doch ganz wunderbar.

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