Meditationskurs


In der Ruhe liegt die Kraft. Genau die fehlt mir momentan. Daher möchte ich Meditieren können. Ich habe keine Ahnung wie es geht – will es aber so gerne. Frau Shanti bietet einen 5-wöchigen Meditationskurs (www.frau-shanti.de) Als ich bei Nadja anfrage, sind noch genau zwei Plätze frei. Das Timing ist perfekt und ich habe die nächsten fünf Mittwoch Abende Zeit. Wunderbar. Los geht’s.

Wenn ich einen Kurs belege, möchte ich danach etwas „können“. Dass ich nach fünf Abenden noch kein Crack bin ist mir klar – aber so, wie Nadja das erläutert, habe ich es mir nun auch wieder nicht vorgestellt. „Ich möchte, dass Ihr alle Eure Erwartungen an den Kurs komplett ablegt“, beginnt sie die Begrüßung an uns. „Wir stellen im Leben so viele Forderungen an uns, Listen die wir abhaken, Dinge, denen wir nachjagen, um sie dann zur Perfektion zu betreiben – das klappt hier nicht.“ – Ja wie? … denke ich. Sie meint, wir sollten versuchen, unsere Gefühle wahrzunehmen. Es sei schon ein großer Erfolg, wenn wir unsere Gedanken reduzieren könnten, schneller ziehen lasse könnten. Na gut. Ich verstehe: Kein Leistungsdruck, keine Erwartungen. Einfach kucken was passiert.

Erste Stunde. Stillsitzen. Uff – ein paar Minuten können so lange sein. Der Rücken tut weh, die Haare kitzeln im Gesicht, oh nee – die Beine schlafen ein – wie lange sitze ich hier schon so ganz still? Können wir bald fertig sein. Na endlich – wir dürfen uns wieder bewegen. Tja  – das ungefähr beschreibt meine erste Stunde. Mir ist klar: Ich bin noch weit weg vom Meditieren!

Zweite Stunde. Erinnerung: Ich soll keine Erwartungen haben. Ich mache einfach mit, erfahre, dass Meditation auch bedeutet, einen Moment ganz bewusst zu erleben, um im Jetzt zu verweilen. Meditation und Konzentration kann auch beim Schwimmen, Spazierengehen oder Natur kucken passieren. Super. Das kann ich besser.

Dritte Stunde. Ich freue mich. Beim letzten Mal ging das Sitzen schon ein bisschen besser. Es gelingt mir, meine Gedanken etwas zu reduzieren. Ich fühle mich wohl in der Gruppe und achte nicht mehr so sehr auf meine Umgebung und die Geräusche. Manche Dinge brauchen Zeit.

Vierte Stunde. Gut geschlafen. Ob ich Meditieren kann – ich weiß es nicht. Ich merke nur, dass ich in den vergangenen Tagen prima geschlafen habe und keine schlechten Gedanken mich dabei störten. Auch beim Yoga bemerke ich, dass ich mich schneller vom Alltag und meinen gedanklichen „to do“ Listen lösen kann. Finde ich gut.

Fünfte Stunde. Letzte Stunde in der Runde. Nadja hat uns immer wieder erinnert, dass wir Meditieren üben sollen. Hab ich nicht gemacht. Hm. Bin einfach nicht dazu gekommen. Habe es aber stark vor. Denn – es tut gut. Zum Abschluss schenkt uns Nadja ein wunderbares Buddha-Bild. Das sagt eigentlich schon aus, worum es geht: Es ist toll, dass wir mit dem Meditieren angefangen haben. Der Start ist gemacht. Den Weg können wir nun alleine weiter gehen.

Info:
Frau Shanty, München
http://www.frau-shanti.de/

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